Ohne Veränderungen zum Guten ist das Projekt EU gescheitert

Liefern, liefern, liefern 

Liebe Leserin, lieber Leser,

Viele werden sich an Herrn Markwort, den Erfinder einer bekannten politischen Zeitschrift, und seine Werbung für eben diese erinnern, die er mit „Fakten, Fakten, Fakten“ abschloss.

Die EU hat geliefert, viele Menschen haben gegen den Strom der populistischen Anwerfungen gegen die EU mit eben diesen Fakten gegen gehalten.

Teil der Wahrheit ist aber auch, dass das Projekt EU an einem Scheideweg ist. Der Brexit ist nur ein Symptom des Sandes, der sich derzeit im Getriebe befindet. Und dieser Sand muss weg - so oder so.

Die EU und ihre neu gewählten Abgeordneten müssen nun liefern.

1. Lieferung: mehr Demokratie - wenn wir die EU als Schritt in eine weitere gemeinsame Zukunft verstehen wollen, so werden die Institutionen demokratischer werden müssen, so ist der Schlachtruf der frühen Demokratiebewegungen „one man one vote“ (jedermann hat eine (!) Stimme) aus Rücksichtnahme auf die kleinen Mitgliedstaaten ausgehebelt. Hier besteht Bedarf.

2. Lieferung: mehr Transparenz - bisher ist es üblich, dass die Regierungen der Mitgliedsstaaten über ihren Einfluss die (vermeintlichen) Interessen ihrer eigenen Bürger durchsetzen. Beispiel: Deutschland schafft die CO2 Ziele nicht -> die „EU“ verbietet Glühlampen und Staubsauger mit hohen Wattzahlen (bei aller berechtigter Kritik, so haben diese Maßnamen tatsächlich zu einer Einsparung im Strombereich geführt), Griechenland und andere Olivenölhersteller sorgen dafür, dass man in Restaurants keine offenen Ölkännchen mehr findet (hier ist noch nicht klar, ob es tatsächlich zu einem höheren Umsatz an Öl geführt hat oder doch nur die Glasindustrie befeuert hat).

3. Lieferung: weniger Bürokratie und weniger Kosten des Apparates. Nachdem wir in den letzten Jahren viel Energie in die notwendige Anpassung der Märkte und Produkte gesteckt haben, muss es nun langsam gut sein, so viel brauchen wir jetzt nicht mehr: Verschlanken ist angesagt!

Die EU ist unzweifelhaft das wichtigste Europäische Projekt des letzten und diesen Jahrhunderts. Wir Bürger Europas müssen uns gemeinsam klar werden, was wir von der EU wollen, und die Gewählten müssen das umsetzen - denn dafür wurden sie gewählt.

Vertrauen Sie mit mir darauf, dass die Menschen in Europa weiter gemeinsam auf einen größeren Wohlstand zuarbeiten, dass wir einen gesunden Ausgleich zwischen National- und Europainteressen finden.

Hoffen Sie mit mir, dass die Klimahysteriker von den pragmatischen Kräften in Schach gehalten und doch ein wenig zurück gedrängt werden - mehr Wissen, weniger Glauben ist hier notwendig. Denn das, was diese Religion uns noch kosten wird, können wir nicht bezahlen - und unsere Jugend, die freitags gerne für seine Zukunft demonstriert, weiß noch nicht, wie viel sie (und uns) das kosten wird (konservative Schätzungen gehen von 300 bis 750 € im Monat (!) aus, die uns alle die Forderungen der „Freitagianer“ schon bald kosten werden).

Freuen Sie sich also mit mir darauf den Antrag „der Partei“ zu lesen, in dem sie ihre im Wahlprogramm formulierte Forderung umsetzt, dass man die Gehälter der Manager an ihre BH Größen anpasst.

Europa hat eine große Zukunft, arbeiten wir gemeinsam daran - und treten wir unsere gewählten Vertreter in den Allerwertesten, wenn diese das nicht tun. Denn das große und erfolgreiche Europa haben wir verdient!

Herzlichst, Ihr

Bernhard Diel