Zerspanen im modernen Produktionsprozess – 40 Jahre Institut für Spanende Fertigung



Fachgespräch zwischen Industrie und Hochschule an der Technischen Universität Dortmund



Gruppenfoto (von links): Prof. i. R. Dr.-Ing. Dr. h. c. Klaus Weinert (ehem. Institutsleiter), Prof. Dr.-Ing. Dirk Biermann (Institutsleiter), Prof. em. Dr.-Ing. Ludolf Cronjäger (Institutsgründer), Prof. Dr. rer. nat. Ursula Gather (Rektorin der TU Dortmund), Prof. Dr.-Ing. Matthias Kleiner (Präsident der DFG), Prof. Dr.-Ing. Jan C. Aurich (Präsident der WGP)

Das Institut für Spanende Fertigung (ISF) an der Technischen Universität Dortmund feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass fand in der Tradition der Fachgespräche zwischen Industrie und Hochschule die Jubiläumstagung „Zerspanen im modernen Produktionsprozess – 40 Jahre ISF“ am 27. und 28. März 2012 in Dortmund statt. Der Einladung des Institutsleiters Prof. Dirk Biermann folgten über 200 Tagungsteilnehmer aus acht Nationen. In zahlreichen Fachvorträgen aus Industrie und Forschung wurden aktuelle Entwicklungen in der Produktionstechnik vorgestellt und im Rahmen der Veranstaltung diskutiert.

Eröffnet wurde die Tagung von der Rektorin der TU Dortmund, Prof. Ursula Gather, mit einem Einblick in die Geschichte der Universität und des Instituts für Spanende Fertigung. Prof. Matthias Kleiner stellte seine Beziehung zum ISF aus drei unterschiedlichen Sichtweisen dar. Als Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, als ehemaliger Leiter des Instituts für Umformtechnik und Leichtbau und als langjähriger Kollege gratulierte er dem ISF zum 40-jährigen Jubiläum.

Im Anschluss blickte Prof. Dirk Biermann auf 40 Jahre spanende Fertigung in Dortmund zurück und gab einen Überblick über aktuelle Forschungsschwerpunkte am ISF. Das erste Themenfeld der Tagung, Prozessgestaltung, wurde von Prof. Jan C. Aurich, Präsident der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Produktionstechnik (WGP) und Leiter des Lehrstuhls für Fertigungstechnik und Betriebsorganisation an der Technischen Universität Kaiserslautern eingeleitet. Weitere interessante Tagungsbeiträge stammten von Referenten aus dem Umfeld der Automobilindustrie oder beschäftigen sich mit der Simulation von Zerspanprozessen.

Der nächste Themenblock, der sich über beide Veranstaltungstage erstreckte, kombinierte die Themen Werkzeuge und Verfahren und begann mit einem Vortrag von Prof. Berend Denkena von der Leibniz Universität Hannover. Im weiteren Verlauf berichteten unter anderem Vertreter der Luftfahrtindustrie und verschiedener Werkzeughersteller über aktuelle Trends in der Fertigungstechnologie. Praktische Vorführungen im Versuchsfeld gaben zusätzlich Einblick in aktuelle Arbeiten des ISF. Eine Gelegenheit zum interdisziplinären Erfahrungsaustausch in lockerer Atmosphäre bei einer Abendveranstaltung in der Stahlhalle der DASA rundete das Programm am Dienstagabend ab.