Maschinenbau

Ausbildungsprofil Maschinenbaumechaniker / Maschinenbaumechanikerin

1. Berufsbezeichnung: Maschinenbaumechaniker / Maschinenbaumechanikerin

2. Ausbildungsdauer: 3 1/2 Jahre

Die Ausbildung erfolgt in drei Schwerpunkten:
* Allgemeiner Maschinenbau
* Waagenbau
* Erzeugende Mechanik
Die Ausbildung findet an den Lernorten Betrieb und Berufsschule statt.

3. Arbeitsgebiet / Tätigkeitsmerkmale
Die Tätigkeiten des Maschinenbaumechanikers liegen hauptsächlich in der Erstellung von Einzelteilen und Baugruppen im Zusammenbau von Maschinen und Anlagen. Da es sich um Teile mit hoher Paß- und Maßgenauigkeit handelt, ist auch die Nutzung und Kenntnis entsprechender Werkzeugmaschinen, Mess- und Hilfsmittel notwendig. Darüber hinaus folgt die Inbetriebnahme, Wartung und Instandsetzung der erzeugten Produkte.
Grundlage für alle Tätigkeiten ist das Lesen und Anwenden technischer Unterlagen wie Zeichnungen, Schalt- und Funktionspläne, Kataloge, Stücklisten sowie Reparatur- und Betriebsanleitungen. Verbunden damit ist das Planen und Vorbereiten des Arbeitsablaufes.

Zur Teileherstellung ist eine Vielzahl von verschiedenen Fertigungsverfahren erforderlich. Werkstücke werden manuell oder maschinell bearbeitet. Das manuelle Bearbeiten umfasst Arbeitsgänge wie Feilen, Sägen, Meißeln, Schneiden, Schleifen, Reiben oder Polieren durch Handwerkzeuge oder durch handgeführte Maschinen. Die Fertigungstechniken Drehen, Fräsen, Bohren, Senken, Reiben und Schleifen werden mit Hilfe von Maschinen durchgeführt. Da der Einsatz von numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen zum heutigen Standard gehört, sind Kenntnisse in der Erstellung und Anwendung der Programmierung dieser Maschinen unerlässlich.
Des Weiteren sind umfangreiche Kenntnisse im Bereich Hydraulik und Pneumatik notwendig - in Verbindung damit Kenntnisse der Elektrotechnik, Elektronik und Steuerungstechniken.Um Elemente zu Baugruppen, Maschinen und Anlagen zusammenzufügen sind umfangreiche Kenntnisse der Fügetechniken notwendig.

4. Berufliche Fähigkeiten:
Im Wesentlichen werden folgende Qualifikationen vermittelt:
* Montieren von Bauteilen und Baugruppen
* Aufbau und Prüfen von hydraulischen und pneumatischen Steuerungen
* Bearbeiten von Werkstücken durch Spanen von Hand und mit handgeführten Maschinen
* Bearbeiten von Werkstücken durch Spanen auf Werkzeugmaschinen
* Montieren und Demontieren von Maschinen, Systemen oder ihren Baueinheiten
* Planen und Vorbereiten des Arbeitsablaufes sowie Kontrollieren und Bewerten der Arbeitsergebnisse
* Lesen, Anwenden und Erstellen von technischen Unterlagen
* Prüfen, Messen, Lehren, Instandhalten
* Unterscheiden, Zuordnen und Handhaben von Werk- und Hilfsstoffen.
 
Während des dritten und vierten Ausbildungsjahres erfolgt neben der Vertiefung bereits genannter Ausbildungsinhalte im Wesentlichen noch
* Schweißen von Werkstücken aus Stahl
* Hydraulische und pneumatische Steuerung (Aufbau, Anschließen und Prüfen)
* Programmieren von numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen
* Bearbeiten von Werkstücken durch Spanen auf numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen
* Bearbeiten von Werkstücken mit mehreren maschinellen Fertigungsverfahren
* Prüfen und Einstellen von Funktionen, Inbetriebnehmen von Maschinen, Systemen oder ihren Baueinheiten
*Feststellen und Eingrenzen von Fehlern und Störungen, Instandsetzen von Maschinen, Systemen oder ihren Baueinheiten

Fundstelle: Verordnung über die Berufsausbildung zum Maschinenbaumechaniker / zur Maschinenbaumechanikerin vom 05.04.1989 [BGBl. I S. 638], berichtigt durch VO vom 12.02.1990 [BGBl. I S. 223], RLPl.: Beschl. KMK vom 08.05.1989 [BAnz. Nr. 179a vom 22.09.1989]
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