Werkzeug- / Formenbau

Ausbildungsprofil Werkzeugmacher / Werkzeugmacherin


1. Berufsbezeichnung: Werkzeugmacher/Werkzeugmacherin

2. Ausbildungsdauer: 3 1/2 Jahre

3. Arbeitsgebiet / Tätigkeitsmerkmale
Die Tätigkeiten des Werkzeugmachers werden von seinen Aufgaben bestimmt, Werkzeuge, Vorrichtungen und Formen für die Fertigung von Serienteilen herzustellen, und in Stand zu setzen.
Als Zulieferer stellt er diese nach eigenen und Fremdentwürfen her.
Kennzeichnend für die Tätigkeiten sind hohe Anforderungen an Form und Masslhaltigkeit und Oberflächengüte.

Wesentliche Produkte des Werkzeugbaus:
1. Stanzwerkzeuge (Schneidwerkzeuge, Umformwerkzeuge)
2. Vorrichtungen
3. Spritzgusswerkzeuge (Spritzgussformen)
4. Druckgusswerkzeuge (Druckgussformen)
5. Blaswerkzeuge (Blasformen)

Ein wesentlicher Tätigkeitsbereich des Werkzeugmachers ist der fachgerechte Zusammenbau der einzelnen Werkzeugelemente zu einem kompletten Werkzeug. Der Zusammenbau selber erfolgt im Wesentlichen durch exaktes Ausrichten der Werkzeugteile zueinander, durch Einpassen, durch Schraub- und Stiftverbindungen sowie durch Klemm- und Schrumpfverbindungen. Auch das Aufbauen und Anschliessen von Hydraulik- und Pneumatikelementen gehören zu den Tätigkeiten des Werkzeugmachers. Darüber hinaus ist die sichere Beherrschung der verschiedenen Mess- und Prüfverfahren eine Grundvoraussetzung.

4. Berufliche Fähigkeiten:

Im Wesentlichen werden folgende Qualifikationen vermittelt:

a) im Schwerpunkt Stanzwerkzeug- und Vorrichtungsbau
- Herstellen von Werkzeugen, Vorrichtungen, Lehren oder Teilen - davon durch manuelles und maschinelles Spanen
sowie durch Fügen einschliesslich Planen und Vorbereiten des Arbeitsablaufes.
- Erstellen eines Programms für eine numerisch gesteuerte Werkzeugmaschine
- Herstellen eines Werkstückes durch Spanen auf einer numerisch gesteuerten Werkzeugmaschine und Bewerten der
Arbeitsergebnisse

b) im Schwerpunkt Formenbau:
- Herstellen von Formen, Vorrichtungen, Lehren oder Teilen - davon durch manuelles und maschinelles Spanen sowie
durch Fügen einschliesslich Planen und Vorbereiten des Arbeitsablaufes.
- Erstellen eines Programms für eine numerisch gesteuerte Werkzeugmaschine
- Herstellen eines Werkstückes durch Spanen auf einer numerisch gesteuerten Werkzeugmaschine und Bewerten der
Arbeitsergebnisse

c) im Bereich Technologie:
- Eigenschaften und Verwendung von Werk- und Hilfsstoffen, Werkstoffprüfung,
- Trenn-, Umform- und Fügetechnik,
- Maschinenelemente,
- Wärmebehandlung,
- Steuerungstechnik,
- Hard- und Software für numerisch gesteuerte Maschinen und Produktionsanlagen,
- Elektrotechnik,
- Prüftechnik, Qualitätssicherung
- Fertigungsverfahren für Werkzeuge, Vorrichtungen, Lehren oder Formen,
- Werkzeugtechnik, Vorrichtungstechnik, Lehrentechnik oder Formentechnik,
- Formtechnik

d) im Bereich Arbeitsplanung:
- Lesen und Erstellen von technischen Zeichnungen, Tabellen und Diagrammen, Fertigungs- und Arbeitsplänen,
Normen
- Schalt- und Funktionsplänen
- Beherrschen von Grundlagen der Datenverarbeitung
- Beurteilung von technischen Daten

Fundstelle: Verordnung über die Berufsausbildung zum Werkzeugmacher/ zur Werkzeugmacherin (Werkzeugmacher-Ausbildungsverordnung - WerkzeugmAusbV) vom 07. April1989 (BGBl. I 1989 S. 695 vom 13. April 1989)
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